„Der gesamte Ausbau zeigt ausgezeichnete Verarbeitungsqualität. (…) Da gibt’s kein Geklapper und Gequietsche. Das sitzt, hält und passt.“ Diese Sätze stammen aus dem ersten Test eines la strada Reisemobils in einer renommierten deutschen Fachzeitschrift aus dem Frühjahr 1987. Der la strada Wohnausbau eines VW T3 zeigte damals schon die Qualität, die bei der hessischen Reisemobilmanufaktur bis heute zum Markenkern wurde: Hochwertige Materialien und deren erstklassige Verarbeitung. Mehr als ein halbes Jahr zuvor, im Sommer 1986, hatten Otto Baumgartner und sein Sohn Joachim die Baumgartner Reisemobile GmbH gegründet. Fünf Jahre Erfahrung als Caravaning-Fachhändler mit dem Verkauf und der Vermietung von Reisemobilen sowie dem Ausbau von Kastenwagen mit vorgefertigten Bausätzen ließen den Plan einer eigenen Reisemobilproduktion reifen. Die ersten Modelle unter dem Markennamen la strada wurden im November 1986 auf der Messe Touristika in Frankfurt ausgestellt und erzielten dort schon die ersten Verkäufe. Das junge Unternehmen wurde so in seinem Weg bestätigt und produzierte im ersten Jahr seines Bestehens mit vier Angestellten schon 20 Fahrzeuge unter dem Namen la strada. Der ungewöhnliche Markenname geht auf die Italien-Begeisterung der Gründer zurück und war nicht immer unproblematisch. Aufgrund des italienischen Namens wurden die Fahrzeuge aus der hessischen Manufaktur von Unwissenden oft mit den Billigangeboten aus dem Süden in einen Topf geworfen. Für die qualitätsbewusste deutsche Reisemobilmanufaktur ein unpassender Vergleich. In der unmittelbaren Erfahrung mit den Produkten der Hessen ließen sich die Kunden jedoch bald von der Qualität Made in Germany überzeugen.
Schon viel erlebt
Einer der vier Angestellten aus dem Anfangsjahr 1986 ist der heutige Gesellschafter Andreas Dalchow. 1986 war er im Werk in Schöneck-Büdesheim als Kfz-Mechaniker mit den automobilen Aspekten der la strada Ausbauten befasst. Anfang der 90er Jahre beschäftigte la strada bereits 25 Mitarbeiter und baute schon rund 200 Fahrzeuge jährlich. Der Konjunktureinbruch 1993 ließ diese Rekordmarke jedoch für lange Jahre wieder außer Sichtweite geraten. 1993 war la strada gerade in das noch heute genutzte Werksgelände in Echzell gezogen und hatte großzügig investiert. Der langjährige Rückgang des Reisemobilabsatzes in Deutschland traf das Unternehmen daher besonders hart. Die erhöhten Produktionskapazitäten von 250 Fahrzeugen pro Jahr galt es zu füllen, und das versuchte la strada mit einer Modelloffensive. Einige Modelle legten den Grundstein für weiteren Erfolg, andere hatten nur eine kurze Lebensdauer. Mit großen Anstrengungen hatte sich das Unternehmen stabilisiert, als das Platzen der New Economy Blase zu einem erneuten Einbruch des deutschen Marktes führte. Kurz nach der Jahrtausendwende war die Insolvenz unvermeidlich. Als Investor stieg Eugen Immler in den Betrieb ein und sicherte so den Fortbestand der Marke. Immler ergänzte damit sein Unternehmensportfolio in der Branche. Als Eigentümer mehrerer Handelsbetriebe, einer deutschlandweiten Reisemobilvermietung und eines deutschen Reisemobilherstellers gehörte er schon vorher zu den großen Unternehmerpersönlichkeiten der Branche.
Mitte der 00er Jahre zeigte sich jedoch, dass die Vorstellungen der Gründerfamilie und die des neuen Eigentümers nicht vereinbar waren, und so verließen die Baumgartners la strada. Mitte der 00er Jahre wurde dann Marco Lange von Eugen Immler als Geschäftsführer eingesetzt. Er straffte die Modellauswahl und führte die europäische Typgenehmigung ein, die den Grundstein für einen verstärkten Export legte. Dank europäischer Typgenehmigung sind die heute in Echzell gebauten Reisemobile überall in der Europäischen Union zulassungsfähig. Für einen Freizeitfahrzeughersteller dieser Größe eine gleichermaßen fortschrittliche wie ungewöhnliche Leistung, die zur Grundlage eines europäischen Händlernetzes wurde. Rund 20 Vertragspartner vertreiben heute die la strada Reisemobile im Ausland, von Norwegen über Schweden, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Schweiz, Italien bis Österreich und Tschechien. 18 weitere Handelspartner betreuen die deutschen Kunden von la strada. Dass la strada dabei hohen Wert legt auf langjährige gute Geschäftsbeziehungen, fairen Umgang, kurze Entscheidungswege und eine hohe Auslieferqualität seiner Produkte, wurde vom Deutschen Caravaning Handels-Verband (DCHV) im Jahr 2025 mit dem Partnerschaftspreis LUPO gewürdigt. Ausschlaggebend war gemäß der Laudatio des DCHV „die stets enge Zusammenarbeit mit dem Fachhandel, das tiefe Verständnis für Kundenbedürfnisse und die gelebte Partnerschaft mit dem Fachhandel.“
Die im Jahr 2008 erweiterte und modernisierte Produktionshalle gehört seither zu den modernsten Fertigungsanlagen von Kastenwagen-Reisemobilen in Europa. Im Jahr 2011 übernahmen die heutigen Gesellschafter Marco Lange und Andreas Dalchow das Unternehmen im Rahmen eines Management-Buyouts vom Eigentümer Eugen Immler. Unter der Firmierung la strada Fahrzeugbau GmbH verließ zu Zeiten des Corona-Booms der Caravaningindustrie die Rekordzahl von 335 Reisemobile das damals 14.000 Quadratmeter große Betriebsgrundstück in Echzell. Im Zuge der darauffolgenden Lieferkettenprobleme wurde die Lagerfläche Anfang der 20er-Jahre um ein benachbartes Grundstück erweitert. Dort befinden sich heute ein Lager für Zubehör und Einkaufsteile sowie die Vorlagerung der Basisfahrzeuge von Fiat und Mercedes. Die Fläche des Betriebsgrundstücks wuchs damit auf 18.000 Quadratmeter. Rund 50 Mitarbeiter bauen hier mit viel Herzblut dreizehn unterschiedliche Modelle in den drei Baureihen Avanti, Regent und Nova. Trotz der bewegten Geschichte ist der Großteil der Belegschaft seit vielen Jahren im Unternehmen. Es ist auch die gebündelte Erfahrung dieses eingespielten Teams, die den hohen Qualitätsanspruch der heutigen la strada Reisemobile sicherstellt.
Noch viel vor
Die la strada Fahrzeugbau GmbH ist heute eine konsequent auf kompakte Reisemobile spezialisierte Manufaktur. Trotz Serienproduktion wird die Mehrzahl der Verarbeitungsschritte in Handarbeit ausgeführt. Die Qualität jedes einzelnen Fahrzeugs erfüllt daher höchste handwerkliche Ansprüche. Eine für diese Fahrzeugklasse einzigartig umfangreiche Sonderausstattungsliste ermöglicht zugleich einen herausragenden Individualisierungsgrad aller la strada Reisemobile. Die Hessen verstehen sich daher mit allen Reisemobil-Baureihen als Premiumanbieter in ihrem Fahrzeugsegment.
Den Weg in die Zukunft hat la strada mit seiner für Innovation, High Quality und Design prämierten gasfreien Edition 40 bereits aufgezeigt. Und auch heute noch ist die Fachpresse angetan: „Was La Strada baut, scheint für die Ewigkeit gemacht. Allein die Ruhe im Inneren überzeugt, dazu kommen viele durchdachte Details. Wer Provisorien und Experimente nicht mag, liegt hier richtig (…)“ heißt es 2026 im Fazit eines Tests zur Edition 40 Ausstattung.
Präzise Technik, hochwertiger Innenausbau und maßgeschneiderte Ausstattung werden weiterhin die klar positionierte Modellpalette kennzeichnen. Hoher Fahr- und Wohnkomfort in kompakten Abmessungen steht dabei weiterhin stets im Mittelpunkt des Anforderungskatalogs.
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Weitere Informationen und Pressebilder:
40 Jahre la strada – Modellhistorie





